Von Rehwild bis Schwarzwild – die wichtigsten Wildarten der Region

Wildarten in Deutschland

Welche Wildarten im Hardtwald und in der gesamten Region vorkommen, wie sie leben und was ihr Fleisch ausmacht. Ein Überblick für alle, die Wildfleisch verstehen wollen – von der anatomischen Betrachtung bis zur nachhaltigen Jagd.

Die häufigsten Wildarten im der Region Karlsruhe Bruchsal

Die Rheinebene bietet eine beeindruckende Vielfalt an Wild. In den Wäldern rund um Stutensee begegnen uns vor allem vier gefragte Huftierarten, ergänzt um Niederwild wie Feldhase, Kaninchen und Wildente.

Rehwild – das häufigste Wildtier

Rehwild ist mit rund eine Million Tieren in Deutschland die zahlenmäßig größte Wildart. Typisch sind die imposanten Geweihe des Bockes. Biologisch gesehen trägt ein Rehbock ein Geweih, in der traditionellen Jägersprache sagt man jedoch Gehörn. Rehwild lebt in lichten Wäldern, an Waldrändern und auf Wiesen. Es ist bekannt für seine Feinsinnigkeit, sein hochwertiges, zartes Fleisch und seine Ansprechbarkeit auf Ruhe im Revier.

Rehfilet, Rehrücken und Rehkeule gehören zu den beliebtesten Wildprodukten überhaupt. Besonders begehrt ist das Wildbret aus dem Hardtwald, weil Rehe dort ganzjährig ein sehr wildes, stressfreies Leben führen.

Schwarzwild – das Wildschwein

Das Schwarzwild ist die Intelligenteste der europäischen Wildarten und zugleich die populationsstärkste. Es hat keine festen Schonzeiten, ist jedoch zur Befriedung strikt gesperrt. Schwarzwild zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Robustheit aus: Es ist winterhart, und nutzt als einzige heimische Wildart auch Mais- und Rübenfelder.

Wildschweinfleisch ist kräftig, voluminös und von intensivem, kräftigem Aroma. Besonders begehrt sind Wildschweinrücken, Gulasch, Keule und Nacken. Braten Sie Wildschwein immer kräftig durch – aber aufpassen nicht zu durch. Bei uns ist Wikldschwein regelmäßig im Wildshop verfügbar.

Damwild – der Hirsch

Das Damwild ist die wohl edelste Wildart Mitteleuropas. Der Hirsch ist ein Vegetarier und drückt durch seine Nahrungswahl typische „Waldaromas“ in das Fleisch – etwa Tannennadeln, Pilze und Kräuter. Damwild wird nur selten vermarktet und zumeist als Gulasch, Braten oder Ragout.

Rotwild – der Hirsch par excellence

Das Rotwild ist die größte heimische Wildart und typisch für die Mittelgebirge. Wer es probiert hat, schreibt das „Wildfleisch des Waldes“ – es ist fein, mild und extrem saftig.

Niederwild – die unterschätzten Klassiker

Feldhase

Der Feldhase gilt als Delikatesse: feinfaserig, zart und von mildem, nussigem Aroma. Er lebt in offenen Agrarlandschaften, Heckenlandschaften und Wiesen, ist aber durch die Ausweitung der Landwirtschaft und den Straßenverkehr stark gefährdet.

Wildkaninchen

Das Wildkaninchen ist robuster als der Hase, wird aber seltener bejagt. Sein Fleisch ist sehr mager und braucht ein kräftiges Gewürz.

Enten

Wilde Enten, meistens die „Stockente“, sind unter Jägern eine Delikatesse. Das Fleisch ist feinfaserig und mild. Erlegte Wildenten sind streng nach Artenschutzrecht zu behandeln und nur in der Zeit zulässig, in der auch die Entenjagd erlaubt ist.

Wildschutz und Nachhaltigkeit

In Deutschland ist die Jagd eng gebunden: Es gibt gesetzliche Schon- und Sperrzeiten, die dem Tier zugutekommen. Rehe dürfen in der Regel nur in der Tagzeit geschossen werden, Hirsche und Rehe haben feste Schonzeiten, in denen jede Jagd ruht. Das Wildschwein hingegen darf ganzjährig bejagt werden – allerdings sind führende Elterntiere tabu.

Unser Grundsatz lautet: Wir jagen nur, was die Population verträgt, und wir ernten nur, was wir brauchen. Alles andere bleibt stehen. So entsteht Wildbret, das dem Wild einen fairen Lebenszyklus gelassen hat und trotzdem voller Geschmack ist.

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